„Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit“
Vom 24.09 – 28.09 ging unsere alljährliche Projektwoche. Wie immer fuhren 13.Klässler irgendwo zum Besäufnis, während die anderen Klassenstufen Projektwoche hatten. Hierbei schrieb ich mich in das Projekt „Auschwitz“ ein. In den ersten beiden Tagen schauten wir uns ausführliche Dokumentationen über das Lager an, sowie die Massenexekutionen. Vor dem Fernseher, geschützt auf einem Sitz schien alles harmlos. Doch als wir am dritten Tag in der Realität standen wurde allen etwas anders. Wir standen vor diesem riesigen Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ und es war wie eine Reise in die Vergangenheit. Man schloss die Augen, atmete tief ein und man sah die schrecklichsten Bilder. Es war grauenhaft in diesen Baracken stehen zu müssen, es war gespenstisch in einem Krematorium zu stehen. In dem einst noch Menschen umgebracht wurden. Man hatte immer wieder das Gefühl, dass sich gleich die Tür schließt, Zyklon B in den Raum geworfen wird und man alle Qualen teilen muss mit den Menschen denen es widerfahren ist!
Doch Im Vergleich zu Auschwitz 2 „Birkenau“ ist Auschwitz 1 an sich nichts. Birkenau umfasst 175 Hektar. Unvorstellbar, denn dies waren 175 Hektar des Todes. Leute stiegen damals aus den Zügen aus, in der Hoffnung auf ein besseres Leben ohne zu wissen in den sicheren Tod zu fahren. Sie wurden zum „duschen“ geschickt, sollten sich entkleiden und aus den provisorischen Duschen kam nichts außer Zyklon B. Der Tod wartete immer wieder aufs Neue….Als ich aus meinem Bus ausstieg, durchdrang mich ein kühler Hauch. Für einen einzigen Moment war es so als ob ich fühlen konnte wie es für die damaligen Menschen war. Raben der Vergangenheit saßen auf den Mauern. Diese kleinen Begleiter des Todes verzierten noch immer das Konzentrationslager und machten die Atmosphäre noch schrecklicher.
Als ich diese Bilder sah, worauf Frauen, sowie Kinder zu sehen waren fragte ich mich immer wieder: Wieso? Teilweise schämte ich mich deutscher Natur zu sein. Leider kann man die Zeit nicht zurück drehen, selbst wenn man es könnte, würde sich etwas ändern? Ich denke nicht…
Dies hat zwar nichts mit Mr. Right zu tun, aber ich finde das ebenfalls über sowas gesprochen werden sollte...vielleicht regt es zum nachdenken an...
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